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Fasten Intervallfasten: Sechs Methoden im überblick

Immer mehr gesundheitsbewusste Menschen, darunter der Mediziner Eckart von Hirschhausen, schw?ren auf das Intervallfasten. Doch hinter dem Begriff verbergen sich verschiedene Methoden. Welche Art des Fastens ist für wen geeignet? Ein überblick
Intervallfasten

Ob nach der Uhr oder einer bestimmten Ern?hrungsmethode: Fasten und Entgiften ist in aller Munde

In diesem Artikel
Saftfasten
10-in-2-Fasten
16/8-Fasten
Nulldi?t
5/2-Fasten
Modifiziertes Essen

Wer fastet, muss nicht unbedingt über Wochen auf Nahrung verzichten - auch regelm??ige Essenspausen zwischendurch, etwa für einige Stunden oder einzelne Tage, k?nnen schon viel bewirken. Denn langfristig entsteht ein Kaloriendefizit, das für eine Gewichtsreduktion sorgt, ohne dass der Speiseplan dafür komplett umgestellt werden muss. Doch welche Art des Fastens ist für wen geeignet? Wir stellen Ihnen sechs Intervallfasten-Methoden vor.

Saftfasten

Was wird beim Saftfasten gegessen?

Das Fasten kann ein bis acht Tage dauern; in dieser Zeit nimmt der Di?twilllige ausschlie?lich flüssige Nahrung zu sich. Er trinkt t?glich etwa drei Liter - vor allem Wasser und Kr?utertees sowie Obstsaft und Gemüsebrühe. Ein oder mehrere Entlastungstage mit Reis oder Rohkost gehen der eigentlichen Fastenphase voraus.

Was wird beim Saftfasten versprochen?

Saftfasten gilt unter seinen Anh?ngern als ganzheitliches Selbsterfahrungskonzept mit k?rperlichen und seelischen Auswirkungen. Es soll helfen, Gewohnheiten zu ver?ndern und den K?rper zu ?entgiften“, zu ?entschlacken“. Zumeist aber wird das Saftfasten nur zum Abspecken angewendet.

Video-Tipp: Wie das Fasten unseren K?rper heilt

Was kann diese Intervallfasten-Methode wirklich?

S?fte und Brühe liefern kaum Energie. Daher kommt es zu einer Reduktion von drei bis sechs Kilo pro Woche. Wie bei allen radikalen Ans?tzen geht viel Wasser verloren. Nach der Fastenzeit wird es rasch aufgefüllt; das Gewicht steigt dann oft sogar über den Ausgangswert. Eine Entschlackung ist wissenschaftlich nicht belegt.

Das Fazit: Bedingt empfehlenswert

Positiv: Bei guter Beratung oder in professionell angeleiteter Gruppe kann Fasten zur positiven ganzheitlichen Erfahrung werden. Gesunde k?nnen eigenverantwortlich bis zu acht Tage ohne Bedenken fasten.

Negativ: Fasten macht nicht dauerhaft schlank: Die eigentliche Umstellung muss danach erst noch bew?ltigt werden. Au?erdem droht durch den Eiwei?mangel Muskelabbau – und der Jo-Jo-Effekt.

GEO Special

Dieser Inhalt stammt aus GEO Wissen Ern?hrung

10-in-2-Fasten

Was wird beim 10-in-2-Fasten gegessen?

Hinter dem 10-in-2-Konzept verbirgt sich folgende Idee: An einem Tag isst man so viel und was man m?chte (1), am Tag darauf fastet man (0) – und das stets im Wechsel. An den Fastentagen werden Wasser, ungesü?ter Kaffee /Tee und Gemüsebrühe getrunken. Zum Ausprobieren liegt ein 21-Tage- Programm mit Rezeptideen vor.

Was verspricht das 10-In-2-Fasten?

Eine lebensverl?ngernde Ern?hrungsweise, die zeitlich unbegrenzt angewendet werden kann. Am Fastentag bedient sich der K?rper an den Fettreserven. 10 in 2 sei aber nicht prim?r eine Di?t, sondern verbessere alle K?rper- und Immunschutzfunktionen und wirke wie eine Anti-Aging-Kur.

Was kann das 10-In-2-Fasten wirklich?

Mit dieser Methode des Intervallfastens l?sst sich bei strikter Umsetzung vergleichsweise am schnellsten Gewicht verlieren. Sie ist aber auch die am schwersten umsetzbare Variante und auf Dauer wenig alltagstauglich. Es besteht die Gefahr, dass an den Nicht- Fasten-Tagen unausgewogen gegessen wird.

Fazit: Bedingt empfehlenswert.

Positiv: Diese Form des Fastens kann sich positiv auf den Stoffwechsel und das Gewicht auswirken.

Negativ: Schwer umzusetzen und durchzuhalten; nicht auf Dauer geeignet.

16/8-Fasten

Was wird beim 16/8-Fasten gegessen?

Freie Auswahl der Lebensmittel nach der Regel: jeden Tag 16 Stunden fasten, acht Stunden essen. W?hrend der Fastenzeit sind kalorienfreie oder -arme Getr?nke erlaubt. Die Essenszeiten k?nnen flexibel gestaltet werden. Das Konzept ist durchführbar etwa als siebenw?chiges Online-Abnehm- und Gesundheitsprogramm.

Was wird beim 16/8-Fasten versprochen?

Eine nachhaltige und alltagstauglich dauerhaft umsetzbare Ern?hrungsweise, die im Gegensatz zu Crash-Di?ten schlank macht, ohne dass ein Jo-Jo-Effekt droht. Die Intervallfastenmethode soll die Fettverbrennung im K?rper aktivieren und eine Gewichtsabnahme bis zu zehn Kilogramm in sieben Wochen erm?glichen.

Was kann die 16/8-Fasten-Methode?

Das Konzept ist vergleichsweise einfach, aber auf Dauer dennoch oft schwer umzusetzen. Auch bei dieser Variante müssen Anwender darauf achten, sich in der Essensphase gesund und ausgewogen zu ern?hren. Dann kann mit der Methode durchaus Gewicht reduziert werden.

Das Fazit: Bedingt empfehlenswert

Positiv: Auch 16:8-Fasten kann sich positiv auf den Stoffwechsel und das Gewicht auswirken.

Negativ: Schr?nkt die freie zeitliche Gestaltung der Mahlzeiten ein. Auf Dauer wenig geeignet.

Nulldi?t

Was wird bei der Nulldi?t gegessen?

Die Nahrungsaufnahme wird über einen Zeitraum von mehreren Tagen, manchmal sogar über Wochen komplett eingestellt. Da dann auch die in den Speisen enthaltene Flüssigkeit wegf?llt, ist der Trinkbedarf deutlich erh?ht und liegt bei etwa drei Litern t?glich. Erlaubt sind kalorienfreie Getr?nke wie Wasser oder ungesü?ter Tee.

Was wird bei der Nulldi?t versprochen?

Es kommt zu einer rapiden und starken Gewichtsreduktion – ohne dass sich der Fastende w?hrend der Nulldi?t um komplexe Ern?hrungspl?ne kümmern muss.

Was kann die Nulldi?t wirklich?

Anfangs verliert der K?rper haupts?chlich Wasser. Etwa vom zweiten Tag an schmelzen Eiwei?- und Fettreserven; das Fett wird zum Hauptbrennstoff im Organismus. Dieser sogenannte Hungerstoffwechsel hat viele Nebenwirkungen: So wird weniger Harns?ure ausgeschieden – Gicht und Nierensteinbildung k?nnen die Folgen sein.

Das Fazit: Nicht empfehlenswert

Positiv: Keinerlei Vorteil.

Negativ: Der Eiwei?bedarf wird nicht gedeckt. Nach 14 Tagen sind bis zu zwei Kilo Muskelmasse abgebaut, Mineralstoffe gehen ebenfalls verloren. Die Gefahr bedrohlicher Komplikationen, etwa von Herzrhythmusst?rungen, nimmt zu. Zudem übt man keine langfristige Verbesserung der Essgewohnheiten ein.

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5/2-Fasten

Was wird beim 5/2-Fasten gegessen?

An fünf Tagen in der Woche darf normal gegessen werden. Die zwei anderen Tage sind Fastentage mit jeweils 500 (Frauen) oder 600 (M?nner) Kilokalorien, für die s?ttigende Rezeptideen vorgeschlagen werden. Fastentage sollten nicht direkt aufeinander folgen; zwischen den Mahlzeiten sollten an diesen Tagen 24 Stunden liegen.

Was wird beim 5/2-Fasten versprochen?

In acht Wochen k?nnen Anwender bis zu drei Kilogramm abnehmen; die H?he der Gewichtsabnahme soll dabei vom individuellen Stoffwechsel abh?ngen. Der Muskelanteil nimmt zu, die Blutwerte verbessern sich. Anders als viele andere Di?ten kann diese Ern?hrungsweise auf Dauer beibehalten werden.

Was kann diese Methode wirklich?

Das Konzept trifft den Zeitgeist, Intervallfasten wird auch unter Forschern viel diskutiert. Diese Variante l?sst sich am einfachsten umsetzen. Oftmals wird aber an Nicht-Fastentagen unausgewogen gegessen. Wird das Konzept jedoch strikt verfolgt, kann Gewicht abgenommen werden.

Das Fazit: Empfehlenswert.

Positiv: Intervallfasten kann sich positiv auf den Stoffwechsel und das Gewicht auswirken.

Negativ: Im Alltag nicht immer leicht umzusetzen, Fastentage müssen geplant werden .

Modifiziertes Essen

Was wird bei dieser Methode gegessen?

Der Abnehmwilllige konsumiert t?glich zwei bis drei Liter kalorienfreie Fastengetr?nke sowie 50 bis 100 Gramm Protein, meist als Konzentrat (in Apotheken oder Reformh?usern). Das enth?lt auch geringe Mengen Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe. Alternativ k?nnen eiwei?reiche Milchprodukte wie etwa Quark gegessen werden

Was verspricht das Modifizerte Essen?

Die extrem geringe Energiezufuhr von nur etwa 500 Kilokalorien pro Tag gew?hrleistet eine starke Gewichtsreduktion – und damit den Abbau von Fett. Den (nicht erwünschten) Abbau von k?rpereigenem Eiwei?, der haupts?chlich zulasten der Muskelmasse geht, sollen hingegen die Proteingaben reduzieren.

Was kann die Intervallfasten-Methode wirklich?

Wer diese Fastenkur durchh?lt, erlebt in kurzer Zeit einen massiven Gewichtsverlust – bei Fettleibigen kommt es h?ufig zu einer Reduktion von zw?lf Kilogramm in nur vier Wochen.

Das Fazit: Empfehlenswert

Positiv: Hohe Gewichtsreduktion, besonders für stark übergewichtige ein sehr motivierender Einstieg.

Negativ: L?nger als drei Monate darf die Di?t nicht befolgt werden – und nur mit ?rztlicher Begleitung, weil unter anderem Gichtanf?lle und Gallenkoliken drohen. Bei dieser Di?t wird kein Umgang mit gesunder, ausgewogener Kost trainiert. Schulung und Nachbetreuung sind n?tig.

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