Vermeintliches Superfood Ist Kokos?l wirklich giftig für uns?

Von vielen wird Kokos?l als Wundermittel gefeiert. Umso gr??er war das Aufsehen, als eine Professorin das Pflanzenfett jetzt als "reines Gift" bezeichnete. Aber wie gef?hrlich ist das ?l wirklich?
Kokos?l

Seit einigen Jahren wird Kokos?l als das Wundermittel unter den ?len gehandelt. Das ?l verspricht geschmeidige Haare, gesunde Haut und soll beim Gebrauch in der Küche sogar schlank machen. Umso gr??er war die überraschung, als eine Freiburger Professorin kürzlich das gefeierte Superfood als ?reines Gift“ bezeichnete.

In einem 50-minütigen Vortrag kl?rte Karin Michels, die neben ihrer Leitung an der Albert-Ludwig-Universit?t in Freiburg auch als Harvard-Professorin t?tig ist, ihr Publikum über die sch?dlichen Folgen von Kokos?l und über andere Ern?hrungsirrtümer auf. In einem YouTube-Video erkl?rt sie: ?Kokos?l ist schlimmer als Schweineschmalz!“ Aber was macht Kokos?l vermeintlich so gef?hrlich?

Kokos?l enth?lt reichlich ges?ttigte Fetts?uren

Seit Jahren h?ngt fettreichen Nahrungsmitteln ein schlechter Ruf hinterher. Immer wieder wird vermutet, dass ges?ttigte Fetts?uren den Cholesterinspiegel erh?hen und damit die Herzgef??e verstopfen k?nnen. Die ?kotrophologin Dr. Heike Niemeier entgegnet: "Es konnte bislang noch nicht nachgewiesen werden, dass eine Gefahr von ges?ttigten Fetts?uren ausgeht“. Inwiefern der Konsum von ges?ttigten Fetten mit Herzinfarkten, Schlaganf?llen oder anderen kardiovaskul?re Erkrankungen einhergeht, sei ungekl?rt.

Ges?ttigte Fetts?uren treten vermehrt in tierischen Produkten, wie Butter, Sahne oder Milch auftreten, aber?auch das pflanzliche Kokos?l ist reich an ges?ttigten Fetten. Das zeigt sich beispielsweise an seiner butter?hnlichen Konsistenz. Im Vergleich zu Schweineschmalz ist der ges?ttigte Fettanteil von Kokos?l zwar h?her, das mache?das Pflanzen?l allerdings nicht unbedingt gesundheitssch?dlich. "Kokos?l ist selbstverst?ndlich nicht giftig. Das ?l geh?rt zu einer ausgewogenen Ern?hrung dazu", so Niemeier. ?

Unausgewogene Ern?hrung macht krank – nicht Kokos?l!

Der Schlüssel zum Erfolg liegt demnach wie so oft in der Balance. Eine ausgewogene Ern?hrung sieht eine Vielzahl unterschiedlicher Fette vor und sollte an die Essensgewohnheiten angepasst werden. Auch Kokos?l hat einige Besonderheiten, die Menschen mit einer eingeschr?nkten Di?t helfen k?nnen.

Entscheidend ist dafür die in Kokos?l enthaltene Laurins?ure, eine ges?ttigte Fetts?ure mit mittlerer Kettenl?nge (medium chain triglycerides – kurz MCT). Im Gegensatz zu herk?mmlichen Fetts?uren, wird die Laurins?ure ohne gro?en Energieaufwand vom K?rper aufgenommen und von der Leber deutlich schneller abgebaut.

"Das ist besonders gut für Menschen, die keine Gallenblase mehr besitzen, oder sich ketogen ern?hren, sprich einer strikten Low-Carb-Di?t folgen“, erkl?rt Heike Niemeier. So k?nne Kokos?l sogar einen kurzzeitigen Gewichtsverlust bewirken, diene?allerdings nicht als langfristiger Schlankmacher.

Unges?ttigte Fetts?uren
Ausgewogene Ern?hrung
Welche Fette wir brauchen und welche dem K?rper schaden k?nnen
Fettreiche Kost hat schon lange einen schlechten Ruf. Inzwischen weisen Experten aber darauf hin, dass es entscheidende Unterschiede gibt zwischen gesunden Fetts?uren, die lebenswichtige Funktionen im K?rper erfüllen, und anderen, die dick und krank machen.

Natives Kokos?l statt konventionelles Kokosfett

Auch beim Kauf von Fetten k?nnen Konsumenten auf gewisse Gütekriterien achten. ?Natives Kokos?l, das nur wenig verarbeitet wurde und noch nach Kokos schmeckt, hat besondere Begleitstoffe, die dem K?rper gut tun“, so die Ern?hrungsexpertin. Im Supermarkt sollte man daher nicht zum hocherhitzten Industrieprodukt greifen, sondern beim Kauf in ein kalt gepresstes und naturbelassenes Kokos?l investieren.

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